Im Schützenwesen – besonders im deutschsprachigen Raum mit langer Tradition – ist der „2. Ritter“ eine ehrenvolle Auszeichnung, die im Rahmen von Schützenfesten oder Vereinswettkämpfen vergeben wird. Es handelt sich dabei nicht um ein Amt im organisatorischen Sinne, sondern um eine Rangplatzierung im Königsschießen, also im sportlichen Wettkampf.

Was genau bedeutet „2. Ritter“?
Beim Königsschießen wird typischerweise folgendermaßen ausgezeichnet:
- Schützenkönig / Schützenkönigin: Sieger/in des Wettkampfes (1. Platz)
- 1. Ritter / 1. Dame: Zweitbeste Platzierung (2. Platz)
- 2. Ritter / 2. Dame: Drittbeste Platzierung (3. Platz)
Der 2. Ritter ist also die Person mit der drittbesten Schießleistung, typischerweise mit Gewehr, Pistole oder Revolver – je nach Ausschreibung des Wettbewerbs.
Aufgaben eines 2. Ritters:
Im Gegensatz zu gewählten Ämtern wie dem Vereinsvorstand oder Schützenmeister hat ein 2. Ritter keine festgelegten organisatorischen Aufgaben. Dennoch erfüllt er eine wichtige repräsentative Rolle, vor allem:
- Teilnahme an Festumzügen und offiziellen Anlässen im Verein
- Tragen einer besonderen Schärpe oder Medaille (wie auf dem Bild zu sehen)
- Teil der Ehrengarde bei offiziellen Veranstaltungen
- Symbolischer Stellvertreter des Schützenkönigs (zusammen mit dem 1. Ritter)
Oft wird die Rolle auch humorvoll oder traditionell inszeniert – z. B. mit mittelalterlichen Begriffen wie „Ritter“ oder „Dame“, um die feierliche Atmosphäre eines Schützenfestes zu unterstreichen.
Also:
Der Titel „2. Ritter“ ist eine Anerkennung für Schießsportliche Leistung und hat hohen Stellenwert im Vereinsleben – auch wenn er kein offizielles Amt darstellt. Wer diesen Titel trägt, genießt Respekt und Ansehen im Verein und gehört zu den besten Schützen des Jahres.
Vereine im Steiger von Erfurt
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